Taufe

Die Taufe ist die festliche Aufnahme eines Menschen in die christliche Gemeinde.
Gott sagt sein "Ja" zu diesem Menschen und spricht ihm bedingungslos seine Liebe zu. Gleichzeitig spricht auch der Mensch sein "Ja" zu Gott. Bei der Taufe eines Kindes tun dies Eltern, Paten und Patinnen stellvertretend für das Kind und versprechen, es im christlichen Glauben zu erziehen.

Taufgottesdienst

Im Taufgottesdienst schöpft die Pfarrerin oder der Pfarrer etwas Wasser über den Kopf des Täuflings und segnet ihn. Jesus selbst hat den Auftrag erteilt, seine Nachfolgerinnen und Nachfolger zu taufen. Die Taufe ist somit ein Sakrament der Kirche. Sakrament bedeutet, dass es eine kirchliche Zeichenhandlung ist im Auftrag Gottes. Gott selber handelt im Sakrament, wir vollziehen „nur“ das Äußere. Gott selber verspricht dem Täufling „Ich werde dir ein gnädiger Gott sein, was auch immer geschieht.“ Das Zeichen ist das Wasser.

Melden Sie sich zur Vereinbarung eines Tauftermins bitte rechtzeitig im Pfarramt.

Wer kann getauft werden?

Weil Gott alle Menschen liebt, kann grundsätzlich jeder Mensch getauft werden.

Kinder werden von ihren Eltern zur Taufe gebracht. Wenn Sie als Eltern(teil) kein Kirchenmitglied sind, aber dennoch eine evangelische Taufe für Ihr Kind wünschen, suchen Sie bitte das Gespräch mit uns.

Jugendliche und Erwachsene, die selbst getauft werden wollen, setzen sich direkt mit dem Pfarramt in Verbindung.

Die Taufe ist im Leben eines Menschen einmalig und unwiderruflich. Außerdem ist sie ein Sakrament, das von allen Kirchen anerkannt wird. Eine zweite Taufe ist nicht möglich.

Wann und wo findet die Taufe statt?

Taufen finden in der Dietrich-Bonhoeffer-Kirche sonntags um 11 Uhr im Gottesdienst der Gemeinde statt. Wir kommen Ihren Terminwünschen sehr bereitwillig entgegen - doch ist wegen vielfältiger Termine unserer Gemeinde längst nicht jeder Sonntag möglich. Bitte stimmen Sie Ihren Terminwunsch deshalb so früh wie möglich mit uns ab!

Soll die Taufe in einer anderen Kirchengemeinde stattfinden, ist ein Abmeldeschein (Dimissoriale) vom Pfarramt Ihres Wohnortes erforderlich.

Das Patenamt

Als Pate oder Patin legen Sie mit den Eltern zusammen stellvertretend für das Taufkind das Taufbekenntnis öffentlich ab. Sie versprechen, den Eltern bei der christlichen Erziehung zu helfen und den Täufling auf dem Weg des Glaubens zu begleiten. Durch Ihr Vorbild und Ihre Begleitung können und sollen Sie Ihr heranwachsendes Patenkind im Sinne christlicher Werte und gelebten Glaubens unterstützen.

Das Patenamt ist ein kirchliches Amt. Nach der Taufordnung unserer Landeskirche soll ein Pate/eine Patin evangelisch sein, der/die andere/n kann/können auch einer anderen Mitgliedskirche der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen (ACK) angehören. (Liste der Mitglieder unter www.ack-bw.de)

Von den Paten/Patinnen benötigen wir einen Patenschein. Der wird von der Kirchengemeinde ausgestellt, zu der der/die Pate/Patin gehört.

Nicht selten kommt es vor, dass Eltern besonders gern jemand als Patenonkel oder Patentante bitten möchten, der nicht Kirchen-Mitglied ist. In solchen Fällen beziehen wir diese „Familienpaten" gern im Taufgottesdienst so mit ein, wie es passt und gewünscht wird. Wir bitten aber um Verständnis, dass wir als Taufpaten im kirchlichen Sinne nur diejenigen in der Taufurkunde vermerken können, die selbst auch verbindlich einer Kirche angehören; und dass es jedenfalls auch Paten geben muss, die Kirchenmitglieder sind.

Zur Vorbereitung der Taufe

Nachdem Sie im Gemeindebüro einen Tauftermin vereinbart haben, bekommen Sie die schriftlichen Unterlagen zur Taufanmeldung und unsere Pfarrerin wird sich bei Ihnen melden und ein Taufgespräch vereinbaren. Dabei werden wir uns etwas persönlicher kennenlernen und alle organisatorischen und inhaltlichen Fragen rund um die Taufe klären können.

Wir brauchen von ihnen eine Kopie der Geburtsbescheinigung des Kindes und die Patenbescheinigungen (siehe – Das Patenamt) als Nachweis der Mitgliedschaft in einer christlichen Kirche bis spätestens im Lauf der Woche vor der Taufe.

Die Täuflinge bekommen bei der Taufe einen biblischen Vers als Taufspruch zugesprochen – eine Art Motto oder Leitwort für den Lebensweg. In der Regel wählen die Eltern diesen Taufspruch für Ihr Kind aus. Gerne können Sie sich schon nach geeigneten Bibelworten umsehen. Wenn Sie dafür Unterstützung brauchen, empfehlen wir folgenden link: www.taufspruch.de

Außerdem ist es möglich nach der Taufe eine Taufkerze für das Kind zu entzünden. Sie steht als Zeichen für das Licht Jesu Christi, das nun auch in seinem/ihren Leben leuchtet. Wenn Sie das wünschen, bringen Sie bitte diese Kerze zum Taufgottesdienst mit.

Als Tauffamilie können sie den Gottesdienst gerne aktiv und individuell mitgestalten, z.B. in dem Sie als Eltern, Paten, Großeltern oder Freunde eine Lesung oder ein Gebet übernehmen, sich ein passendes Lied aussuchen oder ein Musikstück beitragen. Die genaueren Absprachen dazu treffen wir ebenfalls im Taufgespräch.

Wie läuft ein Taufgottesdienst ab?

  • Glockengeläut
  • Vorspiel
  • Eingangslied
  • Begrüßung durch die/den PfarrerIn  
  • Psalmgebet
  • Gebet und Stilles Gebet
  • Taufansprache
  • Tauflied
  • Schriftlesung
  • Apostolisches Glaubensbekenntnis
  • Deutung der Taufhandlung oder ein Gebet

Tauffragen (PfarrerIn und Tauffamilie kommen zum Altar, auf dem unsere Taufschale und der Taufkrug stehen)

Tauffragen

Liebe Eltern und Paten,

von der Kirche berufen, frage ich euch vor Gott und dieser christlichen Gemeinde:
Wollt ihr, dass euer Kind auf den Namen Gottes des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes getauft wird? So antwortet: Ja, ich will!

Eltern und Paten antworten: Ja, ich will!

Seid ihr bereit, das Eure dazu beizutragen, dass euer Kind als Glied der Gemeinde Jesu Christi erzogen wird? So antwortet: Ja, mit Gottes Hilfe!

Eltern und Paten antworten: Ja, mit Gottes Hilfe!

Gott schenke euch zum Wollen das Gelingen.

Taufhandlung

Die/die PfarrerIn gibt drei Mal über der Taufschale Wasser in ihre Hand und gießt es über die Stirn des Täuflings und spricht dabei: „NN, ich taufe dich auf den Namen Gottes, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.“

  • Anzünden der Taufkerze
  • Übergabe der Taufurkunde und der Patenurkunden
  • Gebet nach der Taufe
  • Lied
  • Predigt
  • Lied
  • Fürbittengebet + Vaterunser
  • Lied
  • Abkündigungen
  • Friedens-/Segensbitte
  • Segen
  • Orgelnachspiel

Organisatorische Hinweise zum Taufgottesdienst

Wir bitten Sie und die Paten/Patinnen, eine Viertelstunde vor Beginn des Gottesdienstes in der Kirche zu sein, um eine kurze Stellprobe machen zu können. Für Ihre Familie und Angehörigen reservieren wir gerne die erforderliche Anzahl von Plätzen.

Während des Gottesdienstes darf nicht fotografiert werden. Gerne können Sie im Anschluss an den Gottesdienst ein Erinnerungsbild im Altarraum machen. Bitte informieren Sie Ihre Angehörigen auch über diese Regelung.

Über ein Spende zugunsten des Blumenschmuckes in der Kirche auf unser Gemeindekonto IBAN DE74 6415 0020 0000 2372 37 bei der KSK Tübingen  freuen wir uns.

Die Nottaufe

Wenn ein ungetaufter Mensch in eine lebensbedrohliche Situation gerät, kann auf seinen Wunsch bzw. bei Kindern auf Wunsch der Eltern unverzüglich eine Taufe stattfinden. Ist es nicht mehr möglich, eine Pfarrerin oder einen Pfarrer zu rufen, kann jede/r ChristIn eine solche Nottaufe vollziehen.

Dazu kann die Ordnung des Taufgottesdienstes verwendet werden, die im württembergischen Gesangbuch unter Nr. 695 zu finden ist. Drängt die Zeit sehr, reicht es aus, dreimal Wasser auf die Stirn des Täuflings zu gießen und dazu zu sprechen: "NN, ich taufe dich auf den Namen Gottes des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes."

Eine Nottaufe gilt als vollgültige Taufe, sie wird im Kirchenregister erfasst. Bitte wenden Sie sich dazu im Nachhinein an das Gemeindebüro. Sie können nachträglich Paten benennen und eingetragen lassen. Eine Wiederholung der Taufe ist auch in diesem Fall nicht möglich.

Gottes Gnade ist nicht an die Taufe gebunden. Wir wissen auch die Kinder, die vor oder kurz nach der Geburt sterben, in Gottes guter Hand.