Gedenke und vergesse nicht!

 

Dietrich Bonhoeffers Hauptmotiv für seinen Weg in den Widerstand war die Judenverfolgung der Nazis. Auch seine theologischen Ansichten über das Judentum veränderten sich zum Positiven.

 

 

Das jüdische Jahr

Der Gang durch das jüdische Jahr kann zu zwei verschiedenen Jahreszeiten beginnen, entweder zum Frühlingsbeginn oder zum Herbstbeginn. Nach der biblischen Erzählung ist der erste aller jüdischen Feiertage Pessach, der Tag des Auszuges der Israeliten aus dem pharaonischen Ägypten zur Frühlingszeit. Die Gelehrten des Judentums jedoch beschlossen, den offiziellen jüdischen Kalender mit dem Neujahrsfest Rosch Haschana zur Herbstzeit beginnen zu

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Stationen des jüdischen Lebens

Die Geburt eines Kindes bedeutet Freude, aber auch erzieherische Pflicht für die Eltern des Neugeborenen. Ein neugeborener Junge unterzieht sich am 8. Tage nach seiner Geburt einer rituellen Beschneidung. Durch sie wird das Kind in das Bündnis mit Gott aufgenommen. Eine rituelle Beschneidung ist die Entfernung der Vorhaut. In ihrer Bedeutung für das jüdische Selbstverständnis eines Juden ist diese Vorschrift

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Das christliche Jahr

Der christliche Jahreskreis, auch Kirchenjahr genannt, hat eine enge innere Abhängigkeit vom jüdischen Jahreskreis. Denn im Frühchristentum entwickelte sich der christliche Zyklus aus den jüdischen Feiertagen und in Anlehnung an den jüdischen Jahreskreis. Zunächst wurden die Hauptfeste Weihnachten, Ostern und Pfingsten gefeiert, nach und nach auch andere. Das Kirchenjahr kennt drei große, aufeinander folgende Teile gegliedert: Auf den Weihnachtskreis folgt

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Stationen christlichen Lebens

Mit der Geburt eines Menschen beginnt ein Lebensweg, der für Christinnen und Christen zahlreiche Riten umfasst. Deren Sinn liegt sowohl darin, Gemeinschaft herzustellen, als auch eine individuelle Beziehung zu Gott aufzubauen. Im Lauf der Zeit und in verschiedenen christlichen Konfessionen haben sich viele Formen herausgebildet, den Lauf des menschlichen Lebens zu feiern, ihm Sinn zu schenken und eine verbindende Form

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Dietrich Bonhoeffer

Unsere Gemeinde hat sich 1984 bewusst für Dietrich Bonhoeffer als Namenspatron entschieden. Sein Name ist für uns Ansporn und Verpflichtung. Deshalb hat der christlich-jüdische Dialog theologisch und in lebendiger Begegnung bei uns einen hohen Stellenwert.

Zu Dietrich Bonhoeffer...

Gründonnerstag, 9.4.2020 - 75.Todestag von Dietrich Bonhoeffer

Partnerschaft mit der Jüdischen Gemeinde in Petrosawodsk

An der Dietrich-Bonhoeffer-Gemeinde wurde 1997 der Arbeitskreis 'Begegnung mit der jüdischen Gemeinde Petrosawodsk' gegründet,der den bereits zuvor bestehenden Beziehungen zwischen Tübinger Christen und der jüdischen Gemeinde in Petrosawodsk einen festen Rahmen verlieh. Er agiert im Rahmen der Städtepartnerschaft Tübingen-Petrosawodsk/Karelien und in Abstimmung mit der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen Tübingen (ACK).

Die Leitung des Arbeitskreises hat Dr. Michael Volkmann, der zum Gründungszeitpunkt Pfarrer an der Dietrich-Bonhoeffer-Kirche war. Mehr...

Kirchlicher Gedenktag 9. November - "Erinnerung und Umkehr"

Auf die Initiative des Arbeitskreises „Begegnung mit der jüdischen Gemeinde Petrosawodsk" an der Evangelischen Dietrich-Bonhoeffer-Kirchengemeinde Tübingen wurde 2007 der 9. November als kirchlichen Gedenktag in Württemberg eingeführt. Die Mitglieder der Evangelischen Landessynode beschlossen auf ihrer Herbsttagung vom 23. bis 25.10.2007 mit über 90prozentiger Mehrheit, ab 2008 den 9. November als kirchlichen Gedenktag in Württemberg einzuführen. Zur Geschichte der Initiative...

Denkmal Synagogenplatz Tübingen

Von 1998 bis 2001 setzte sich die "Projektgruppe Denkmal Synagogenplatz" für die Realisierung einer künstlerischen Gesamtkonzeption bei der Neugestaltung des Tübinger Synagogenplatzes ein. Ein Denkmal für die vertriebenen und ermordeten Jüdinnen und Juden Tübingens entstand am Rand des ehemaligen Synagogengrundstücks in der Gartenstraße 33.

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Tübinger Stolperstein-Initiative

Am 10. Juli 2018 wurden auf Grund einer Initiative, deren Anliegen von der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) mit Nachdruck unterstützt wurde, an 8 Orten von Gunter Demnig weitere 29 Stolpersteine in der Tübinger Innenstadt verlegt. Dazu waren für drei Tage 23 Nachfahren der Tübinger Juden aus England, Frankreich, Israel und den USA angereist.

Die Dietrich-Bonhoeffer-Gemeinde unterstützt die Tübinger Stolperstein-Initiative.